15. FEB 2013

05.03.13: Update

Hallo zusammen

Im Zuge unseres Generation M-Versprechens, dass «bis Ende 2017 alle Textilien der Migros Eigenmarken ökologisch, sozialverträglich und rückverfolgbar produziert werden» (siehe auch Update vom 01.03.) hat Greenpeace in ihrem Blog Stellung genommen. Gerne berichtigen wir hier einige Vorwürfe:

Vorreiterrolle: Greenpeace fordert den Verzicht auf 11 Chemikaliengruppen in der Textil-Produktion bis 2020. Dieses Ziel hat die Migros bei 2/3 ihrer Bekleidung bereits umgesetzt. Ende 2017 werden es 100% aller Textilien der Migros-Eigenmarken sein (Textilien inkl. Bekleidung). Uns ist kein Unternehmen weltweit bekannt, welches die zentrale Forderung von Greenpeace schneller umsetzt als die Migros.

Eco-Standard geht über Detox hinaus: Mit dem Eco-Standard geht die Migros sogar zwei Schritte weiter als Greenpeace: Der Eco-Standard stellt zusätzlich sicher, dass die Textilien sozialverträglich hergestellt werden. Der Gesundheitsschutz und die Sicherheit am Arbeitsplatz sind gewährleistet. Ein weiterer Pluspunkt ist die Rückverfolgbarkeit: Bei jedem Arbeitsschritt werden alle verwendeten Chemikalien erfasst und auf ihre Unbedenklichkeit kontrolliert. Die Produkte lassen sich bis zu ihrem Ursprung zurückverfolgen.

Schnelles Handeln: Greenpeace fordert den sofortigen Verzicht auf drei besonders kritische Chemikaliengruppen. Die Migros hat dies per Ende 2012 bereits bei 65% ihrer Bekleidung zu 100% (PFC-frei) bzw. zu 80% (frei von APEOs und Phthalaten/Weichmachern) umgesetzt. Uns ist kein Unternehmen weltweit bekannt, das in der Umsetzung bereits so weit ist wie die Migros. Und wir gehen noch weiter: Ziel ist, dass das Verbot für diese drei Chemikaliengruppe möglichst schnell für alle Textilien der Migros Eigenmarken gilt. Den Zeitpunkt kommunizieren wir, sobald wir die Umsetzung bei unseren Lieferanten sowie die entsprechenden Kontrollen sicherstellen können.

Transparenz: Die Migros publiziert die aktualisierte Liste der eingeschränkt nutzbaren Substanzen bis Ende März 2013 auf ihrer Website (RSL-Liste). Sie gilt für alle Textilien der Migros Eigenmarken. Die Umsetzung ist Ende 2017 abgeschlossen. Gleichzeitig werden wir alle Migros-Lieferanten auffordern, ihre Daten über die Abgabe kritischer Stoffe in der Wertschöpfungskette zukünftig transparent zu machen, zum Beispiel auf einer geeigneten Online-Plattform.

Zusammenarbeit mit Greenpeace: Die Migros schätzt Greenpeace als unabhängige NGO. Für die Umsetzung des gemeinsamen Ziels, 11 kritische Chemikaliengruppen aus der Textilproduktion zu verbannen, arbeitet die Migros nicht mit Greenpeace zusammen. Die Migros leistet bereits seit 1996 ihren Beitrag daran, dass die globale industrielle Wasserverschmutzung gestoppt wird. Die Umsetzung des Eco-Standards geht längst über die Stufe „Commitment“ (Absichtserklärung) hinaus. Uns ist kein Unternehmen weltweit bekannt, dass bereits so stark wie die Migros in der Umsetzung von dem ist, was Greenpeace heute fordert.

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01.03.13: Update 
 

Hallo zusammen

Herzlichen Dank nochmal allen für die Geduld. Wir haben uns am Montag mit Greenpeace getroffen.
In einem beidseitig engagiert geführten Gespräch ist eines schnell klar geworden: wir sind uns im Ziel absolut einig. Die von Greenpeace aufgeworfenen Probleme müssen global und möglichst schnell gelöst werden.
 
Greenpeace hat  den Migros Eco-Standard positiv beurteilt, was uns sehr freut. Der Eco-Standard verlangt von allen Lieferanten, dass sie auf kritische Chemikalien in der Produktion konsequent verzichten. Zusätzlich müssen alle Arbeitsschritte und Produkte bis zu ihrem Ursprung rückverfolgbar sein.

Das heisst, wir fordern Transparenz entlang der gesamten Wertschöpfungskette Die Migros ist damit die einzige Detailhändlerin weltweit, die bereits heute umsetzt, was Greenpeace fordert.

Den Eco-Standard werden wir in den nächsten Jahren weiter ausbauen, etwa mit dem Verzicht zusätzlicher Chemikalien, die in der Produktion nicht mehr eingesetzt werden dürfen. Damit sind alle kritischen Stoffe berücksichtigt, die Greenpeace eliminiert haben will.
 
Bereits Ende 2017 werden alle Textilien der Eigenmarke Migros den strengen, angepassten Eco-Richtlinien und somit zu 100% den Detox-Produktionsanforderungen entsprechen.
 
Auf die Unterzeichnung des Detox-Commitments aber verzichten wir. Die Migros ist  längst über die Stufe «Commitment» hinaus und bereits seit Jahren an der Umsetzung. Vor diesem Hintergrund schätzen wir die von Greenpeace angestossene Diskussion und die globale Bewegung sehr.

Konkret werden wir bis Ende März 2013 auf unserer Webseite eine aktualisierte Liste mit allen Chemikalien publizieren, die künftig nicht mehr verwendet werden dürfen. Dies betrifft das gesamte Textil- und Bekleidungs-Eigenmarkensortiment. Die Umsetzung ist bis Ende 2017 abgeschlossen.

Was ab dann unseren Richtlinien nicht entspricht, nehmen wir aus dem Sortiment.
 
 
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21.2.2013: Update
 
Das Gespräch mit Greenpeace Schweiz findet am kommenden Montag statt. Nach diesem Gespräch werden wir auf Migipedia über das Ergebnis informieren. Wir freuen uns auf den Dialog.

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19.2.2013: Update
 

Hallo zusammen
 
Wir haben Greenpeace gestern zum Gespräch eingeladen. Sie haben uns für nächste Woche zugesagt. Wir freuen uns auf den gemeinsamen Austausch und halten euch hier auf dem Laufenden.

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15.2.2013: Update «Greenpeace-Anliegen: Migros intensiviert ihre eigenen Bemühungen»
 

Hallo zusammen
 
Vielen Dank für die vielen Mitteilungen, die wir erhalten haben. Wir hoffen auf euer Verständnis, dass wir nicht einzelne Kommentare beantworten können. Wir haben euch aufmerksam zugehört und Fakten gesammelt. Die Antworten auf die häufigsten Fragen haben wir für euch hier zusammengestellt.

Frage: «Migros hat den Dialog mit Greenpeace zum Thema Detox verweigert. Migros müsste doch mit Greenpeace zusammensitzen. Verweigert die Migros die Diskussion?»
 
Die Migros pflegt den regelmässigen Kontakt mit wichtigen Anspruchsgruppen. Dazu gehört auch Greenpeace: Die Migros hat Greenpeace am 3. Juli 2012 in Zürich zum jährlichen Meinungsaustausch getroffen. Seit Juli 2012 stand die Migros mehrmals telefonisch und schriftlich in Kontakt mit Greenpeace bezüglich Detox-Commitement 2020 und eco-Standard. Leider hat Greenpeace mehrere Einladungen zum Gespräch ausgeschlagen und sich auf die Detox-Kampagne konzentriert. Gestern hat Greenpeace uns nun mitgeteilt, dass sie zu einem Gespräch mit uns bereit sind. Dieses Angebot werden wir gerne annehmen.
 

Frage: «Migros hat keine offizielle Antwort zur Anfrage gegeben, ob sie das «Detox Solution Commitment» unterzeichnen wird. Wann kommt die Antwort?»
 
Greenpeace hat unsere Antwort bereits: Am 28. September 2012 hat die Migros Greenpeace per Mail mitgeteilt, dass wir das Detox-Commitment 2020 zum aktuellen Zeitpunkt nicht unterzeichnen.
 
 
Frage: «Weshalb unterzeichnet die Migros das Detox-Commitment 2020 nicht?»
 
Wir unterstützen die Bemühungen von Greenpeace zu 100 Prozent. Aber wir sind überzeugt, dass wir die Forderungen von Greenpeace weitgehend mit dem eco-Standard bereits abdecken. Die Migros hat diesen Standard bereits 1996 mit der unabhängigen Organisation «gsm Köln» zusammen erarbeitet und laufend weiter entwickelt. Heute ist bereits ein grosser Teil des Bekleidungssortiments eco-zertifiziert. Diesen Anteil wird die Migros  in den nächsten Jahren deutlich ausbauen. Zurzeit gibt es auf dem Markt keinen vergleichbaren Standard.
 
Wir sind laufend daran abzuklären, wie wir das Textilsortiment weiter verbessern und gänzlich auf kritische Stoffe verzichten können. Dazu gehören der Ausbau des eco-Standards sowie Qualitätssicherungsmassnahmen, die laufend den neuesten Erkenntnissen und wissenschaftlichen Fakten angepasst werden. Eine Herausforderung stellen insbesondere Stoffe in Textilien mit Spezialfunktionen dar, wie zum Beispiel Outdoor-Artikel (Wasser abstossend, Wind abweisend). Das wissen wir aufgrund unserer Erfahrungen, die wir in den letzten 18 Jahren in Zusammenarbeit mit Experten und der Industrie gemacht haben.
 

Frage: «Das eco-Programm scheint nicht in der Lage zu sein, Giftstoffe aus Textilien zu verbannen oder sagt nicht, bis wann. Ist eco nur Greenwashing?»
 
Die von Greenpeace kritisierten Stoffe sind bereits heute in der Herstellung von Migros-Textilien verboten, die dem eco-Standard entsprechen. Bei den nachgewiesenen Werten handelt es sich um derart geringe Ausprägungen, die weit unter den gesetzlichen Grenzwerten liegen. Selbst wenn in der Produktion auf die Stoffe verzichtet wurde, lässt sich eine geringfügige Verunreinigung am Produktionsort, beim Transport oder in einem Lager heute nicht gänzlich vermeiden.
Am Mittwoch hat die Migros die Kinderjacke „Trevolution“ (nicht aus dem eco-Programm) aus dem Sortiment zurückgezogen, weil sie nicht der Migros-Qualitätsrichtlinie entsprochen hat. Der nachgewiesene Weichmacher „Phtalat“ ist in allen Migros-Produkten verboten.
 

Frage: «Wieso droht die Migros Greenpeace mit einer Klage?»
 
Die Migros hat Greenpeace nicht mit einer Klage gedroht. Greenpeace hat die geschützten Marken „Migros“, „M“, „Generation M“ sowie den Claim „Ein M besser“ zweckentfremdet und rufschädigend in ihrer Kampagne verwendet. Deshalb hat die Migros Greenpeace am Donnerstag schriftlich aufgefordert, die entsprechenden Drucksachen sowie alle elektronischen Darstellungen nicht mehr zu verwenden. 

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13.2.2013

Auf Facebook, Twitter und Migipedia erhalten wir momentan hunderte von Anfragen und Beschwerden zur Greenpeace-Studie zum Thema «Schadstoffe in Textilien». Für jede einzelne Rückmeldung danken wir herzlich. Wir hoffen auf euer Verständnis, dass wir uns nicht mit allen auf eine engagierte Diskussion einlassen können.

Kurz zum Hintergrund: Die Umweltschutzorganisation „Greenpeace“ hat am Mittwoch am Eingang zur Filiale am Limmatplatz beine Protestaktion durchgeführt und die Migros aufgefordert, ein so genanntes "Detox Solution Commitment" zu unterzeichnen. Dieses soll bis ins Jahr 2020 eine vollständig Nulltoleranz bezüglich Chemie in Textilien garantieren. 

Die Migros ist jedoch überzeugt, dass die gleichen Ziele mit ihrem bereits 1996 lancierten Programm „eco“ besser erreicht werden können. In diesem Programm werden bereits heute rund 70% der Migros-Bekleidung nach besonders strengen Richtlinien produziert. Die Stärke des „eco“-Programms liegt darin, dass es bereits bei der Produktion der Textilien den Einsatz von Schadstoff konsequent vermeidet.

Das „Detox Solution Commitment“ von Greenpeace strebt eine Null-Toleranz gegenüber gewissen Inhaltsstoffen vor. Dies erachtet die Migros aus produktionstechnischen Gründen momentan als nicht realistisch. Durch unsere Erfahrungen der letzten 18 Jahre und die Zusammenarbeit mit Experten und der chemischen Industrie kennen wir die Grenzen der Machbarkeit und arbeiten kontinuierlich an Lösungen, soweit es in unserem Einflussbereich möglich ist.

Die Migros hat gegenüber Greenpeace mehrfach bekräftigt, dass sie dem Detox-Ziel der Vermeidung schädlicher Chemikalien entlang der gesamten Wertschöpfungskette positiv gegenüber steht. Sie begrüsst  die internationale Initiativen zur Verbesserung der Situation in der Textilproduktion.
 
Als Mittler zwischen Produzenten und Verbrauchern nimmt die Migros eine Schlüsselrolle ein wenn es darum geht den nachhaltigen Konsum zu fördern. Obwohl wir unsere Produkte nicht selbst produzieren, fühlen wir uns dem sorgsamen und nachhaltigen Umgang mit natürlichen Ressourcen verpflichtet und setzen dabei auf unser Migros eigenes eco-Programm. Unser Commitment gilt den Kundinnen und Kunden der Migros

Es ist uns wichtiger, ein Versprechen an die Kunden und nicht an Greenpeace abzugeben. Ein Versprechen ist nicht seriös, wenn Zweifel an der Realisierbarkeit bestehen. Zumindest ist es nicht unsere Art. 

In der am Mittwoch veröffentlichten Greenpeace-Studie „Schadstoffe in Textilien“ wurden unter anderem bei der Migros-Marke „Trevolution“ Rückstände von chemischen Weichmachern gefunden. Die Rückstände lagen zwar weit unter den gesetzlichen Grenzwerten, trotzdem hat die Migros die Jacke aus eigenem Antrieb aus dem Sortiment genommen.

Die Migros teilt die Absicht von Greenpeace und teilt ihre Ziele, Giftstoffe aus Textilien zu verbannen. Auch im Rahmen des laufenden Dialogs der Migros mit Greenpeace legt die Migros Wert auf das Wissen und das kritische Feedback der Umweltorganisation.

In diesem Sinne hoffen wir auf engagierte, interessante Voten und eine nachhaltige Diskussion. Wir halten euch hier auf dem Laufenden.

Grüsse
Sergio, Migipedia-Team

Infos zum Programm eco
Alles Wissenswerte über die Migros eco-Kriterien

 
 
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Vorreiterrolle/Schnelles Handeln: Nach Angabe von Greenpeace hat H&M PFC schon 2012 vollständig aus der Produktionskette eliminiert, während Migros gerade mal 65 % des Sortiments PFC befreit hat. Was sagt die Migros dazu? Kann es sein, dass der Migros "kein anderes Unternehmen bekannt ist", weil sie einfach die Augen verschliesst? Und sind wenigstens diese 65 % wirklich vollständig PFC-frei oder bringen die nächsten unabhängigen Labortests erneut unschöne Resultate ans Licht? Ich erwarte eigentlich einen aktuelleren Eintrag der Migros, als vom 5. März, wenn offenbar so viele Fragen offen sind.

Mit gesunden Grüssen
Marius, ein enttäuschtes "Migros-Kind"

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solange migros nicht durch konkretes handeln das vertrauen wiederherstellt (zum beispiel durch eine zusammenarbeit mit greenpeace), werde ich da keine texitilien mehr kaufen. mein vertrauen hat migros verloren ... martin rüegg, forch.

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Der Traum von einer giftfreien Migros

Schon wieder.
Greenpeace hat in Kinderjacken der Migros-Eigenmarke Trevolution umwelt- und gesundheitsschädlichen Chemikaliengruppen gefunden. Die Schadstoffkonzentrationen übersteigen den gültigen gesetzlichen Grenzwert für Spielzeuge und Babyartikel um bis zu 600 Mal!

Wir haben den Traum, dass die Migros an zukünftige Generationen denkt, dass die Migros Gifte aus ihrer Kleidung und der gesamten Lieferkette eliminiert und dass die Migros für sauberes Wasser der Kinder in den Herstellungsländern sorgt.

Zum Video: http://bit.ly/YG2Ua3

Zum Report: http://bit.ly/1063NKF

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Liebe Migros, Und der Skandal geht weiter.... eure Kinderregenjacken enthalten 600mal mehr Giftstoffe als der Grenzwert in der Schweiz erlaubt. alo nei, das ghat doch nöd! http://www.tagesanzeiger.ch/wirt...

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Sehr geehrte Frau Diethelm, sehr geehrter Herr Bolliger!

Besten Dank für Ihre Antwort. Sie befriedigt mich leider nicht.

Sie haben damit gedroht, rechtliche Schritte gegen Greenpeace einzuleiten, statt das im Vergleich zu Ihren Bemühungen weitergehende Detox-Abkommen endlich zu unterzeichnen.

Was spricht denn dagegen, dieses Abkommen zu unterzeichnen, wenn es Ihnen leicht fällt, es zu erfüllen bzw. - wie Sie behaupten – Sie es bereits erfüllen? Das leuchtet niemandem ein. Das ist mir eine weitere Untersuchung wert. Ich vermute, dass Ihr Eco-Standard die Bedingungen der Detox-Vereinbarung eben gerade nicht erfüllt. Trotzdem behaupten Sie das ständig. Bewusste Irreführung der Öffentlichkeit? Unlauterer Wettbewerb? Ihre fadenscheinigen Begründungen bezüglich der Nichtbeteiligung an der globalen Detox-Campagne und Ihre Drohung gegen Greenpeace und scheint mir liefert genügend Stoff für einen ausführlicheren Bericht in einer grossen Tageszeitung, beim Beobachter, Kassensturz oder einem anderen kritischen Medium. Vielleicht unter dem Titel: "Die Migros - ein M ungehobelter?" Oder „Zieht Sie die Migros über den Tisch?“

Meine Begründung für diesen oder einen ähnlichen Titel:

Sie behaupten: "Die Migros schätzt Greenpeace als unabhängige NGO. Wir haben gegenüber Greenpeace mehrmals bestätigt, dass wir ihr Engagement gut finden. Wir treffen Greenpeace einmal pro Jahr zum Jahresgespräch sowie nach Bedarf Themen bezogen." Gleichzeitig reagieren Sie ziemlich überempfindlich auf eine berechtigte (dazu weiter unten mehr) Migros-kritische Kampagne von Greenpeace mit „zweckentfremdeter und rufschädigender“ Verwendung des Claims „Ein M besser“ (nämlich „Ein M giftiger“) mit Drohungen von rechtlichen Schritten, statt einzulenken und das Detox-Abkommen mit Greenpeace zu unterzeichnen, welches Sie behaupten, bereits zu erfüllen. Das ist kein kulantes Verhalten gegenüber einer „geschätzten“ NGO mit welcher Sie in regelmässigem Kontakt sind und behaupten, deren Ziele zu teilen. Ich wage es, noch einen Schritt weiter zu gehen und zu behaupten, dass das Verhalten der Migros in dieser Angelegenheit ihren eigenen Ruf in einem weit grösseren Ausmass schädigt als die ironisch-satirisch angehauchte Kampagne von Greenpeace.

Und nun zur fadenscheinigen Begründung der Migros: „ Greenpeace fordert den Verzicht auf 11 Chemikaliengruppen in der Textil-Produktion bis 2020. Dieses Ziel hat die Migros bei 2/3 ihrer Bekleidung bereits umgesetzt. Die Migros ist unseres Wissens weltweit das einzige Unternehmen, das diesen Weg seit 1996 geht und bereits für 65% ihrer Bekleidung umgesetzt hat. Ende 2017 werden es 100% aller Textilien der Migros-Eigenmarken sein (Textilien inkl. Bekleidung). Die Umsetzung des Eco-Standards der Migros geht damit längst über die Stufe „Commitment“ (Absichtserklärung) hinaus, weshalb wir das Detox-Commitment nicht unterzeichnen.“
Greenpeace dagegen schreibt: „Das Versprechen von Migros ist sehr generell formuliert. So ist es für die Kundinnen und Kunden schwierig nachzuvollziehen, ob Migros das Problem wirklich ernst nimmt. Es fehlen klare Eliminierungsdaten für die drei gefährlichsten Chemikaliengruppen Alkylphenolethoxylate, per- und polyfluorierte Chemikalien (PFC) und Weichmacher (Phthalate). Greenpeace hat Migros Textilien getestet, darunter auch solche die nach Eco- Richtlinien produziert wurden, und klare Hinweise gefunden, dass alle drei Chemikaliengruppen bei der Produktion der Migros-Kleidung verwendet wurden. Dies zeigt, dass Migros das Problem der Verwendung von gefährlichen Chemikalien in der Textilproduktion noch nicht im Griff hat.“ – Offensichtlich auch beim Eco-Standard. Ist Migros deshalb nicht bereit, klare Eliminierungsdaten für die drei gefährlichsten Chemikaliengruppen Alkylphenolethoxylate, per- und polyfluorierte Chemikalien (PFC) und Weichmacher (Phthalate) festzulegen und das Abkommen mit Greenpeace zu unterschreiben? Könnte es sein, dass sich die Migros grünzuwaschen versucht mit ihrem Eco-Standard, welcher nicht einmal fähig ist, die gefährlichsten Gifte aus dem Herstellungsprozess der Kleidung zu verbannen? Wenn dem so ist, dann ist Greenpeace sogar verpflichtet, gegen die Migros eine Kampagne zu fahren. Mir unverständlich, warum Greenpeace die Migros nicht wegen unlauterem Wettbewerb verklagt oder zumindest ebenfalls damit droht.

Greenpeace weiter: „Das Detox-Versprechen welches Greenpeace von Migros fordert, verlangt die Eliminierung aller drei Chemikaliengruppen bis spätestens 2014. Will Migros bis Ende 2017 seinen Kundinnen und Kunden weiterhin Kleidung verkaufen, die diese drei umwelt- und gesundheitsschädlichen Chemikalien enthält, so wie die von Greenpeace getestete Trevolution Kinder-Regenjacke? Wenn Migros wirklich eine Vorreiterrolle in der Produktion giftfreier Kleidung einnehmen will, sollte sie sich die Detox-Versprechen anderer verantwortungsvoller Firmen genauer anschauen. Coop wird noch dieses Jahr Alkylphenolethoxylate und per- und polyfluorierte Chemikalien (PFC) aus der gesamten Produktionskette verbannen. Victorias Secret wird bis Ende 2013 von 80 Prozent seiner Zulieferer Daten zur Verwendung von Chemikalien veröffentlichen.“ Migros: „Migros teilt das Ziel von Greenpeace und leistet ihren Beitrag daran – schneller als die uns bekannten Unternehmen.“ Ist das eine dreiste PR-Lüge und daher ungehobelt oder kennt Migros seinen Mitbewerber Coop tatsächlich nicht?

Migros: „Anlässlich des Jahresgesprächs im Juni 2012 hat uns Greenpeace über ihre Detox-Kampagne erstmals orientiert. Dabei haben wir ihnen von Beginn weg versichert, dass wir ihr Ziel teilen, 11 kritische Chemikaliengruppen aus der Textilproduktion zu verbannen. Die Migros verfolgt dieses Ziel bereits seit 1996, ohne Greenpeace, mit dem Eco-Standard für Migros-Textilien. Diesen Weg werden wir konsequent weiter gehen in den nächsten Jahren, was wir ihnen gegenüber auch gesagt haben. Leider hat Greenpeace 2012 mehrere Einladungen zur Präsentation unseres Engagements ausgeschlagen, um sich aus erster Hand davon zu überzeugen, dass wir seit Jahren umsetzen, was sie heute fordern. Zu diesem Austausch war Greenpeace am 25. Februar 2013 erstmals bereit.“

Dazu Greenpeace: „Nachdem Migros es ein halbes Jahr abgelehnt hat, über ein glaubwürdiges Detox-Versprechen mit einem individuellen Aktionsplan zu diskutieren - mit dem Argument das bereits 65 Prozent ihrer Textilien nach Eco-Standard produziert werden - scheinen sie nun zu denken, dass sie ihr Problem lösen können, indem sie bis 2017 auf 100 Prozent Eco-Standard umsteigen.“

Sehe ich das richtig: Migros weigerte sich, über ein glaubwürdiges Detox-Versprechen mit einem individuellen Aktionsplan zu diskutieren (Dialog) und offerierte im Austausch eine Werbe-Präsentation (Monolog)? Und wirft Greenpeace nun vor, nicht an dieser Werbe-Präsentation teilgenommen zu haben? Das ist ja peinlich! Die Migros ein M peinlicher?

Greenpeace: „In einem Brief an Greenpeace hat Migros auch versprochen, Daten zu veröffentlichen, welche Chemikalien von ihren Zulieferern verwendet werden. Allerdings hat Migros keine Angaben gemacht, von wie vielen ihrer Zulieferer sie dies verlangen werden. Auch erwähnt Migros diese wichtige Massnahme in keiner Weise in ihrem öffentlichen «Generation M» Versprechen.“ Warum tun Sie das nicht, Frau Diethelm bzw. Herr Bolliger?

Nachdem ich mich so langsam in die Materie hineinlese, kommt in mir das Gefühl auf, die Migros verhalte sich arrogant und lernunfähig. Sie muss den Beweis, dass ihr Eco-Standard die Detox-Richtlinien erfüllt, erst noch erbringen (und dies nicht mit PR-Aktionen!).

Freundliche Grüsse
Daniel Schmid

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Ich möchte Herrn Bolliger fragen, wann wir endlich wieder mit gutem Gewissen, guten Gefühlen und Freude in der Migros einkaufen gehen können. Wann er die Drohung mit den rechtlichen Schritten gegenüber Greenpeace öffentlich zurückzieht und wann er bereit ist, das verbindliche Detox-Versprechen gegenüber uns und Greenpeace abzugeben, welches Coop und 16 weitere Firmen bereits abgegeben haben.

Haben Sie seine direkte Telefonnummer? Hier die Nummer der Direktion: 044 277 21 11, welche leider nicht direkt weiter verbindet (Herr Bolliger ist rund um die Uhr in Sitzungen, hoffentlich mit Greenpeace zur Unterzeichnung der Detox-Verträge...)

Auf meine Anfrage vom 15. Februar hat Migros am 16. Februar geantwortet: "Hallo Daniel. Vielen Dank für deine engagierte Nachricht. Die Bemühungen von Greenpeace unterstützen wir zu 100 Prozent. Aber wir sind überzeugt, dass wir die Forderungen von Greenpeace weitgehend mit dem eco-Standard bereits abdecken. Die Migros hat diesen Standard bereits 1996 mit der unabhängigen Organisation «gsm Köln» zusammen erarbeitet und laufend weiter entwickelt. Und wir werden uns weiterhin für schadstofffreie Kleider stark machen das eco-Programm stark ausbauen. Mehr dazu erfährst du auf http://goo.gl/ODUso. Grüsse, ^Daniel"

Auf meine anschliessende Frage habe ich seit dem 16. Februar noch immer keine Antwort bekommen: „Wenn Migros doch wie behauptet bereits alle Forderungen von Greenpeace abdeckt, warum kann Migros dann das Detox-Versprechen von Greenpeace nicht verbindlich unterzeichnen? Statt rechtliche Schritte gegen Greenpeace einzuleiten?“ Ich hoffe auf eine befriedigende Antwort.

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Sorry, liebe Kommentierer, aber wie naiv oder vielleicht sogar noch mehr kann man denn noch sein??
Da macht ein Unternehmen wie die Migros seit 16 Jahren Anstrengungen mit recht hohen jährlichen Kosten um die Bekleidung auf einen sauberen Stand zu bringen. Bisher offensichtlich nur bis zu 70%!
Aber wie kann man denn eine aktuelle 70&ige Erfolgsquote vergleichen mit einer einfachen Unterschrift verschiedener Unternehmen und darunter auch die Coop mit Greenpeace bis 2020 alles zu säubern??

Ist das wirklich so schwer zu verstehen, dass man eine Absichtserklärung mit realen Erfolgsdaten vergleichen will und dies dann auch noch mit offensichtlichen Unwahrheiten über fehlende Kommunikation untermauern will?

Hallo, Konsumenten, aufwachen und die einfachsten Zusammenhänge zu verstehen versuchen. Ist nicht so schwer!

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Ich verfolge diese Kampagne aus beruflichem Interesse. Mittlerweile empfinde ich es als Zwängerei von Seite Greenpeace!
Dank dem Internet kann ich mich ja informieren. Es gibt scheinbar keine Firma welche aus China gelieferte Kleider, 100% giftfrei anbieten kann. Auch Greenpeace bringt es nicht zu stande ihre Jacken giftfrei zu produzieren, obschon das in einem Test das Ziel war!. Scheinbar scheint dieses Gift ein riesiges Problem zu sein, welches nicht einfach so geändert werden kann. Die Frage ist viel mehr, welche andere Firma bietet bereits 70% ihres Angebotes so an wie die Migros? Da dies keine der 17 anderen Firmen kommuniziert, denke ich: KEINE!

Greenpeace, ihr jagt die falsche Sau durch das Dorf!

PS: Greenpeace, wenn ein Verhandlungstermin abgemacht ist, gehört es sich diesen abzuwarten und nicht die nächste Stufe der Kampagne zu zünden. Anständige, verlässliche und ehrliche Verhandlungs-Partner halten sich an dieses ungeschribene Gesetz.

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Die Migros ist überzeugt, dass die gleichen Ziele mit ihrem bereits 1996 lancierten Programm „eco“ besser erreicht werden können. Das mag sein und ist auch für uns Konsumenten einfacher (ein Label statt 100). Aber weshalb die Migros seit 1996 erst rund 70% des Migros-Bekleidung nach diesen besonders strengen Richtlinien produziert, bleibt mir ein Rätsel.

Selbst bei möglichen Startschwierigkeiten und nötigen Anpassungen, wäre es mit einem etwas forscheren Vorgehen sicher möglich gewesen, spätestens ab dem 2. oder 3. Jahr jährlich 10% des Sortiments umzustellen. Dann hätte Greenpeace im Sommer 2012 Coop, Zara, H&M, etc. die Migros unter die Nase gerieben (statt nun umgekehrt).

Die Migors ist zwar auf dem richtigen Weg, aber manchmal etwas langsam. Leider.

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Im internationalen Vergleich und auch hierzulande gilt die Migros als nachhaltige Firma – deshalb sind wir überzeugt, dass sie ein glaubwürdiges und ambitiöses Detox-Versprechen umsetzten kann. Setz dich mit uns dafür ein, dass die Migros ihrem guten Ruf gerecht wird. Ruf sie via Twitter auf, ihre Leaderrolle in Sachen Nachhaltigkeit wahrzunehmen - twittere deine Wünsche und schreibe ihr an die Hausfassade, dass du in Zukunft nur noch giftfreie Kleider willst.
http://bit.ly/detoxMigros oder direkt zu www.twitter.com/greenpeace_ch

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Liebe GreenpeaceSchweiz

Haltet doch bitte einmal den Ball flach. "Ermuntert von Tausenden von Migros Facebook Fans und empörten Kunden" Auf Facebook sind es gerade mal 200-300 Leute, viele davon sehr wahrscheinlich Aktivisten von euch. Das gleiche hier. Die meisten Kommentare hier stammen doch von euren Aktivisten und nur wenige von Migros-Kunden.

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Greenpeace war immer bereit, mit Migros über eine Verbesserung ihrer Produktionsstandards zu reden und hat darum im letzten Sommer einen Dialog zum Entgiften ihrer Kleidung angeregt. Doch Migros hat es bisher abgelehnt, unsere Detox Vorschläge zu diskutieren und zu unterzeichnen. Dies, obwohl wir angetönt haben, dass Migros ein Problem mit gefährlichen Chemikalien hat.
Wir haben Migros seit ihrem negativen Entscheid vom letzten September noch drei weitere Male kontaktiert, um doch noch eine Detox-Lösung zu finden, die etwas ambitionierter ist als ihr bisheriges Programm. Andere Detailhändler und Kleidermarken wie Marks & Spencer oder H&M haben schon damals vorgemacht, dass eine Detox-Lösung nötig und möglich ist –inzwischen haben schon 17 respektable Unternehmen unterschrieben, darunter auch Coop.

Auch seit der Veröffentlichung unserer Studie „Schadstoffe in Textilien“ haben wir von Migros keine Antwort erhalten, ob sie nicht doch bereit ist, ein Detox-Versprechen abzugeben – stattdessen hat Migros uns mit juristischen Konsequenzen gedroht.
Die Resultate unserer Studie zeigen deutlich, dass die aktuellen Bemühungen von Migros nicht genügen, um Kunden und betroffene Menschen in den Herstellungsländern eine giftfreie Produktion zu garantieren. Offensichtlich hat die Migros ihre Produktion nicht vollständig im Griff. Das zeigt das Beispiel der Kinder-Regenjacke, die wir getestet haben: dort haben wir eine inakzeptabel hohe Konzentration von gefährlichen, hormonell aktiven Weichmachern (Phthalate) nachgewiesen. Dies, obwohl Migros sagt, diese seien in ihrer Produktion verboten. Auch in den Eco-Standard und Biobaumwoll T-Shirts haben wir deutliche Konzentrationen von Nonylphenolethoxylaten gefunden.

Ermuntert von Tausenden von Migros Facebook Fans und empörten Kunden, wird sich Greenpeace nun umso mehr einsetzen, dass Migros weniger giftig und wieder ein M besser wird!

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Sorry, Migros, das klingt für mich einfach nur nach Marketingsprache und Schönfärberei. Ein wunderbar formuliertes "Wir machen weiter wie bisher aber wir ändern nichts". Es gäbe eine konkreten Vorschlag zum Handeln, aber ihr stellt euch quer.

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Ich empfehle jedem den Film Plastic Planet von Werner Boote zu schauen. Dieser kann kostenlos auf Youtube unter folgendem Link angeschaut werden: http://www.youtube.com/watch?v=S...

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Ich danke Greenpeace für den Einsatz und das Aufdecken dieser Missstände! Der Migros empfehle ich die eigenen Anwälte mit der internen Warenkontrolle zu beschäftigen, als die Aufdecker der Wahrheit zu bedrohen.

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MIGROS ist euch eure die Gesundheit unserer Kinder???

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lasst den SHITSTORM beginnen

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Die Antwort auf die Frage weshalb die Migros das Detox-Commitement nicht unterzeichne ist mehr als dürftig. Dass ihr die Bemühungen "von Greenpeace zu 100 Prozent" unterstützt, will ich euch als 'Migros-Ching' gerne glauben. Aber mit der nachfolgenden Aussage darüber, dass ihr überzeugt wärt, die Forderungen "weitgehend mit dem eco-Standard bereits abdecken" ist schwach. Denn dies ist ganz offensichtlich nicht der Fall.
Was würde denn die Migros eine Unterschrift unter dieses Commitement kosten?! Wohl finanzielles Engagement und Selbstkritik. Und was wäre der Ertrag? Glaubwürdigkeit. Unbezahlbar.

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einfach nur scheinheilig.
Faule Ausreden um die Leute zu beruhigen.
Wenn es kein Problem wäre könnte man das Detox-Commitment 2020 ja einfach unterzeichnen.
Da fällt auch der Migros kein zacken aus der Krone

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Ein ganz schwaches und hilfloses Statement liebe Migros. Eine selten löchrige Argumentation, für wie dumm werden die Kunden angeschaut? Schande.

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Liebe Migros

Die Stoffe sind verboten, finden sich aber trotzdem.
...lässt sich eine Verunreinigung nicht gänzlich vermeiden.
Der nachgewiesene Weichmacher ist in allen Mirgos Produkten verboten.

Vielleicht solltet Ihr mal mit den Produzenten zusammensitzen?

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Liebe Migros,
ich habe jetzt, wie viele andere Konsumentinnen sicher auch, das ganze KURZ überflogen, die Greenpeace-Infos und eure Antwort natürlich auch. Ich finde die Antwort gut und überzeugend, sie schwächt die Anschuldigungen von Greenpeace ab. Was bei mir als Konsumentin aber bis morgen tatsächlich hängenbleibt, ist wahrscheinlich aber nicht viel. Wenn ich das nächste Mal dringend z.B. ein paar Socken brauche, kommt mir in den Sinn: Migros - Greenpeace - eco - 70% - Gift...und dann: wie war das nochmal? Und steuere Coop an, ganz einfach.

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Wenn angeblich schon ein grossteil des Sortiments giftfrei ist, dann wäre es ja ein leichtes die restliche Produktion auch umzustellen.. Wo ist das Problem?

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Greenpeace war immer bereit, mit Migros über eine Verbesserung ihrer Produktionsstandards zu reden und hat darum im letzten Sommer einen Dialog zum Entgiften ihrer Kleidung angeregt. Doch Migros hat es bisher abgelehnt, unsere Detox Vorschläge zu diskutieren und zu unterzeichnen. Dies, obwohl wir angetönt haben, dass Migros ein Problem mit gefährlichen Chemikalien hat.
Wir haben Migros seit ihrem negativen Entscheid vom letzten September noch drei weitere Male kontaktiert, um doch noch eine Detox-Lösung zu finden, die etwas ambitionierter ist als ihr bisheriges Programm. Andere Detailhändler und Kleidermarken wie Marks & Spencer oder H&M haben schon damals vorgemacht, dass eine Detox-Lösung nötig und möglich ist –inzwischen haben schon 17 respektable Unternehmen unterschrieben, darunter auch Coop.

Auch seit der Veröffentlichung unserer Studie „Schadstoffe in Textilien“ haben wir von Migros keine Antwort erhalten, ob sie nicht doch bereit ist, ein Detox-Versprechen abzugeben – stattdessen hat Migros uns mit juristischen Konsequenzen gedroht.
Die Resultate unserer Studie zeigen deutlich, dass die aktuellen Bemühungen von Migros nicht genügen, um Kunden und betroffene Menschen in den Herstellungsländern eine giftfreie Produktion zu garantieren. Offensichtlich hat die Migros ihre Produktion nicht vollständig im Griff. Das zeigt das Beispiel der Kinder-Regenjacke, die wir getestet haben: dort haben wir eine inakzeptabel hohe Konzentration von gefährlichen, hormonell aktiven Weichmachern (Phthalate) nachgewiesen. Dies, obwohl Migros sagt, diese seien in ihrer Produktion verboten. Auch in den Eco-Standard und Biobaumwoll T-Shirts haben wir deutliche Konzentrationen von Nonylphenolethoxylaten gefunden.

Ermuntert von Tausenden von Migros Facebook Fans und empörten Kunden, wird sich Greenpeace nun umso mehr einsetzen, dass Migros weniger giftig und wieder ein M besser wird!

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Auf einen triftigen Grund, warum die Kleiderproduktion der Migros nur "weitgehend" und nicht vollständig auf giftfreie Produktion setzt, warte ich noch.

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Phtalat ist in Migros Kleidung verboten. Und wurde trotzdem in der Kinderjacke gefunden. Interessant dass sowas erst durch Greenpeace möglich ist. Und dass es jetzt so aussieht, als wäre Greenpeace freundlicherweise jetzt bereit, ein Gespräch zu führen, da ist was verkehrt. Wenn die Migros am gleichen Strick zieht wie Greenpeace, könnten sie doch einfach das Commitment unterzeichnen und ihren guten Ruf im Bezug auf Nachhaltigkeit glaubhafter machen.

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@Gast unter mir:
Meine Mutmassung zu deiner Frage: Vielleicht gehen die Meinungen von Migros und GP darüber, ob eco und Detox Solution commitment einander entsprechen, auseinander... und Migros kann nur unterschreiben, wenn beide (GP und M) der Meinung sind, dass sie einander entsprechen bzw. gleichwertig sind?

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Wenn das Programm "eco" das "Detox Solution Commitment" abdeckt dann unterschreibt doch eifach... versteh ich da was falsch?

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Danke für die obenstehenden Updates!

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Ach.. Wenn ihr die Ansichten von Greenpeace teilt, warum verklagt ihr sie? Und warum beharrt ihr auf eurer 70% Strategie wenn es auch 100% geht? Wollt ihr euren Kunden denn nicht 100% Sicherheit geben? Ist der Profit also doch wichtiger als der Kunde....
Wenn euer "Commitment" dem Kunden gilt, sage ich als Kunde, ich will ein neues Commitment! Nämlich das Detox solution Commitment!

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tja was soll man noch sagen. die verbraucher/ konsumenten haben es in der hand!!! ein gossverteiler wie migros oder auch andere geschäfte, sind nur rentabel solange wir ( die kunden) die produkte die sie anbieten, auch kaufen!!! warum braucht man abgefülltes wasser in der schweiz, wo man doch ohne probleme wasser ab dem wasserhahn trinken kann...? was erst noch umweltfreundlicher ist. und wieso darf überhaupt jemand wasser verkaufen?! aber wie bereits schon gesagt, alles kann nur verkauft werden solange es auch gekauft wird!!! im endefekt denkt eine firma immer an ihren eigenen profit und dieser soll natürlich möglichst hoch ausfallen... !!! deshalb denke ich, liegt es an uns, diesen firmen zu zeigen, das sie uns nicht jeden scheiss verkaufen können!!! kauft unweltfreundliche, ökologische produkte, und fordert transparenz bezüglich herstellung, inhalt und herkundt der produkte!!!

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Ich bin empört und erstaunt über die Klagedrohung von Migros. Eine wahrhaft hilflose Geste! Als Konsequenz werde ich Migros so gut als möglich boikottieren und diese Information in meinem Bekanntenkreis gut streuen.
Schande über Euch und Euer feines Mangement und seine Anwälte.

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Wir sind hier auf einer simplen Diskussionsplattform und wir dürfen nicht erwarten, dass Sergio ein Sachverständiger ist. Er versucht nicht schlecht, aber unprofessionell und etwas hilflos, seinen Lohngeber zu verteidigen. Setzen wir also Sergio nicht gleich Migros. Sergio ist auch nur ein simpler Lohnbezüger, der möglicherweise durch den "Verkauf" einiger gut klingender Schlagwörter etwas mehr Prämie erhofft.
Aber die ganze Geschichte ist doch ein gutes Beispiel, wie viel heisse Luft verprasst wird, um Menschen zu überzeugen. Als Trost dennoch: Auch bis zum CEO arbeiten bei Migros halt nur Menschen und diese stellen nicht mehr als den Durchschnitt dieser Spezies dar. Menschen sind nun einmal dumm - es ist ja nur der Mensch, der sich als intelligent bezeichnet - Tiere, die es wirklich sind, haben es nicht nötig, sich so zu deklarieren. Tiere haben es auch nicht nötig, sich und ihre Lebensgrundlage selber zu zerstören. Also dürfen wir doch auch ein wenig stolz sein auf Migros, die aktiv mithilft, die Spezies Homo sapiens in Kürze zu eliminieren. Natur sei Dank!

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Die Leute trinken Wasser aus gesundheitsschädlichen PET-Flaschen, essen brasilianisches Poulet, streichen sich das sooo gesunde Becel aufs Brot, trinken Cola Zero mit Aspartam usw., man könnte das endlos weiterführen....
...aber das interessiert ja keinen.

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Da sieht man einmal mehr, welche Macht die Grossverteiler ausüben! So fadenscheinig das Ganze! Tolle Webung, die viel verspricht und uns eine heile Welt vorgaukeln will und wenn es dann darauf ankommt, wirklich etwas zum Gutem zu verändern, dann wird mit gerichtlichen Konsequenzen gedroht! Es ist an der Zeit, dass sich dies die KundInnen merken... Niemand will noch 7 Jahre warten, bis die Migros giftstoffreie Textilien verhauft!

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Wenn Zara, H&M und weitere Weltkonzerne das Detox-Commitment unterschreiben und realisierbar einschätzen, sollte dies Migros auch gelingen. Keine faulen Ausreden, bitte!

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Zitat von oben:"Die Migros ist jedoch überzeugt, dass die gleichen Ziele mit ihrem bereits 1996 lancierten Programm „eco“ besser erreicht werden können. In diesem Programm werden bereits heute rund 70% der Migros-Bekleidung nach besonders strengen Richtlinien produziert. Die Stärke des „eco“-Programms liegt darin, dass es bereits bei der Produktion der Textilien den Einsatz von Schadstoff konsequent vermeidet."
Vermeidet ist nicht genug, ohne Schadstoffe soll das Ziel sein und wenn es schon mit 70% geht, warum nicht ab sofort zu 100% Schadstoffe "vermeiden"? Wir Kunden haben es in der Hand, wo es keine Nachfrage mehr gibt, gibt es auch kein Produkt mehr. Gruss aus Winterthur

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Als Kommunikationspezialist ist diese Kommunikation sehr enttäuschend. Da rühmt sich die Migros, eine Vorreiterin in Sachen Social Media zu sein. Sobald dann aber die Kritik einschlägt, fällt sie in alte Muster zurück. Sie schreibt eine Stellungsnahme, mit unverbindlichen PR-Formulierungen und entzieht sich einem echten Dialog mit der Social Media Community. Tja - schlussendlich sind "Generation M" und "Migipedia" eben doch nichts anderes als Werbe-Vehikel.

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Liebe Migros
es ist einfach traurig, dass es immer wieder(nicht nur bei euch) eine Medienkeule braucht um etwas richtig in gang zu bringen. Da Werbung und Realität immer weiter auseinanderklaffen ist es kein Wunder, dass sich Kunden immer wieder verarscht vorkommen. Solche Momente sind sicher nicht vertrauenerweckend.
Ich weis wie hart die Migros im Verhandeln beim Einkauf sein kann. Die Preise werden bis zum geht-nicht-mehr gedrückt. Kein wunder, dass die Nachhaltigkeit in ponkto Rohstoffe und Fairtrade auf der strecke bleibt.
Ich weis, alle machen es so und die Migros gehört dabei noch zu den kleineren Fischen.
Anstelle immer wieder auf einen neuen Konsumskandal zu warten kaben wir beschlossen zu handeln. Wir kaufen Mehl direkt bei der Mühle, Bio-Milch kommt vom Bauer noch Kuhwarm ins Quartier, Gemüse beziehen wir per Gemüsekorb-Abo ebenso in Bio-Qualität. Die Preise sind in etwa die selben wie bei der Migros, aber der Produzent bekommt was ihm zusteht.
Besonders schön sind die vielen Beziehungen, ja sogar Freundschaften die dadurch entstanden sind.
Weiter sind wir aktiv in der Erhaltungszucht bedrohter Nutztierrassen die ja eben wegen dieses elenden Leistunssteigerungswahns nicht mehr gefragt sind.
Villeicht ist es provokant und etwas weit in die Zukunft gegriffe, aber ich denke die Zeit des weltweiten billig einkaufens (Food und NonFood) geht zu Ende. Jedenfals freue ich mich über jeden Nachamer.
Liebe Migros bitte besinnt euch auf eure Anfänge und wenn Ihr klug in die Zukunft schaut weret Ihr sehen das da ein Kartenhaus am einstürzen ist. Langfristig wird die Zukunft des Handels kleinräumig und dezentral sein und nicht weltweit. Also sägt Euch nicht den eigenen Ast ab.
Es grüsst Michael Dieterle

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Statt das Problem anzugehen habt ihr euch als Migros zu einer Klage entschieden. Ich möchte, dass ihr das Problem löst, darum Detox Now!

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Ihr versteckt Euch immer wieder mit eigenen Labels. z.B. Migros mit eco und Coop mit Naturaplan Fleisch - da war doch was mit Maden drin. Macht gleich lange Spiesse und schliesst Euch der Greenpeace Idee an. Dann werdet Ihr sehen alles wird viel schneller gut. Denn wenn alle dasselbe Ziel haben werden Ideen geboren und auch realisiert. Dafür sind wir Ingenieure da! Aber man es WOLLEN. Mann/55

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Liebe Migros
bitte keine halben Sachen
und mehr an die Basis
..ich meine welcher Sesselfurzer ist für den Rechtsangriff auf Greenpeace verantwortlich???
Das ist von euerer Seite her ein Rufschaden und zwar ein grosser!!!!!!
Das die Sytuation jetzt halt im Moment so ist wie sie ist und das in der Produktion einiges halt nicht so einfach umzusetzen ist ist ja verstäntlich..
trotzdem solltet ihr Greenpeace demütig danken und sicherlich nicht mit rechtlichen Schritten drohen.
Was führt denn bitte zu so was da ist was also definitiv nicht so gut Strukturiert und geht neben der M Generation Ideologie Vorbeit.
Das würde ich jetz aber dann auch doch gerne Beantwortet haben!!

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"Daumen nach unten"

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Wahrscheinlich habe ich in den letzten Jahren die 30% nicht ECO, also giftigen Kleider gekauft. Auch der Umgang des gutverdienenden CEO mit dem Verkaufspersonal, mit Oeffnungszeiten vorläufig erst bis 20 Uhr und seine unhöfliche Reaktion zum Sonntagsverkauf lässt meine Sympathie als Migroskind erkalten.

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ich kaufe nie wieder bei Migros

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Es ist bedauerlich, dass man als Konsument wieder mal auf den steigenden Druck von Kunden hoffen muss, damit ein Nachhaltigkeit proklamierendes Unternehmen wie die Migros einlenkt. Warum schaffen es Coop oder auch zahlreiche internationale Modeketten das Detox-Commitment abzugeben, während die Migros gar nicht erst darauf eingehen will und mit rechtlichen Schritten droht? Ihr Krisen-Management ist definitiv auf dem Holzweg, lieber Sergio. Und die Vernunft einzuschalten wäre ein wesentlich tieferer Preis gewesen, als dieser Image-Schaden… Dass die Migros ihre Haltung bald ändern wird, wage ich jetzt schon vorauszusagen.

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Vor sieben Jahren glaubte in der Schweiz auch noch niemand, dass das Bankgeheimnis so aufgelöst werden könnte, wie es heute Realtiät geworden ist. Aber die Zeiten ändern sich bekanntlich inzwischen sehr schnell.
Also auf, zu Taten bezüglich humanen Produktionsmöglichkeiten in den Ländern, wo unsere Kleidung mehrheitlich hergestellt werden. Und wir Konsummenten hier, nehmen uns mal kräftigstens ebenfalls an die Nase, wenn wir wieder mal Kleider unter Fr. 10 kaufen, was wir gerade aus der Laune heruaus uns leisten können, ohne zu wissen, wer das gearbeitet hat, noch was dieser Mensch mit Fr. 10 anfangen könnte. Dazu mehr in www.Erklärung von Bern, dort gibt es grauen-hafte Berichte über Zustände von Arbeitern und Arbeiterinnen in sogenannten Billigprozuzierländern. Wir bleiben dran und nicht nur bei Migros!

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Wenn die Groessen kein Zeichen setzen koennen dann wird es schwierig sein, eine bessere Zukunft fuer unsere Kindern zu schaffen!

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Migros, geh als grosses Beispiel voran und nehme alle umweltschädlichen Produkte aus dem Handel, die Kunden werden es danken!!!

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Als langjähriger Migros Kunde kaufte ich heute wieder mal bei Coop ein, weil mich die unglaubliche Sturheit der Migros nervt! Ich kaufe fast nur noch Bioprodukte und bezahle einiges mehr für die gute Qualität der Lebensmittel und den Umweltschutz. Da die Migros wohl mein Geld nicht nötig hat, werde ich in Zukunft bei Coop einkaufen. Coop hat eine sehr gute Bio-Auswahl. Es beschämt mich zutiefst, dass die Migros gegen Greenpeace rechtliche Schritte einleiten will, nur weil der Druck jetzt langsam wächst. Macht weiter so Leute für eine bessere Welt! Zusammen können wir viel erreichen! Auch die Migros wird bald nachgeben!