
Ich liebe weisse Schoggi!
Kann ich diese Schoggi auch mit gutem Gewissen geniessen? Kann ich sicher sein, dass nicht Kindersklaven die Kakaobohnen dafür pflücken?
CHF 0.90
M-Budget Schokolade weiss wurde mit 4 Sternen bewertet.
Preis / Leistung wurde mit 4 Sternen bewertet.
Geschmack wurde mit 5 Sternen bewertet.
Verpackung wurde mit 5 Sternen bewertet.
| EAN: | 7610209058806 7616500635869 |
| Menge/Grösse: | 100g |

Ich liebe weisse Schoggi!
Kann ich diese Schoggi auch mit gutem Gewissen geniessen? Kann ich sicher sein, dass nicht Kindersklaven die Kakaobohnen dafür pflücken?

Hallo Gast
Danke für dein Lob. Gerne beantworten wir deine Frage.
Auf der Ebene der Chocolat Frey AG haben wir in den vergangenen Jahren verschiedene Massnahmen getroffen, um der Kinderarbeitsproblematik Rechnung zu tragen. Kakao ist ein an Börsen gehandelter Rohstoff, der vorwiegend von Kleinbauern produziert wird (grosse Plantagen sind eher selten). Deshalb müssen wir den grössten Teil unserer Kakaobohnen über den Handel an der internationalen Börse einkaufen, um für die insgesamt über 44‘000 Tonnen Schokoladenprodukte, die wir jährlich herstellen, die Versorgungssicherheit zu gewährleisten.
Wir beziehen aber auch Kakaobohnen direkt von Kooperativen in Westafrika, das heisst von Sammelstellen, zu denen die Kleinbauern ihre Kakaobohnen bringen. Diesen Direktbezug von Kooperativen wollen wir in Zukunft massiv erhöhen und ausbauen. Zu diesem Zweck sind wir als grösster Schokoladenhersteller der Schweiz eine Partnerschaft mit Barry Callebaut, dem grössten Schokoladenhersteller der Welt (mit Sitz in Zürich) eingegangen. Unsere sämtlichen Kakaobohnen aus der Elfenbeinküste beziehen wir nun direkt über das Programm „Partenaire de Qualité“ von Barry Callebaut, welches einerseits die Rückverfolgbarkeit sicherstellt, andererseits aber auch den Bauern der angeschlossenen Kooperativen einen besseren Preis bezahlt. Zusätzlich unterstützt dieses Programm weitere Initiativen wie Ausbildung der Bauern in landwirtschaftlicher Praxis, Ausbildung von Kindern und Jugendlichen, medizinische Versorgung, etc.
Elfenbeinküste / Côte d‘Ivoire
Nach einem erneuten persönlichen Augenschein auf Kakaoplantagen in der Elfenbeinküste halten wir daran fest, dass ein Verzicht von Kakaobohnen aus der Elfenbeinküste für uns keine Lösung darstellt. Damit Sie unsere Haltung besser verstehen, dazu einige Fakten. Die weltweite Kakaobohnenernte umfasst rund 3.5 Mio. Tonnen. Davon stammen rund 35-40% aus der Elfenbeinküste, d.h. rund 1.4 Mio. Tonnen. Von den gut 20 Millionen Einwohnern der Côte d‘Ivoire sind rund ¼ im Kakaosektor beschäftigt! Die Elfenbeinküste wurde durch Bürgerkriege stark gebeutelt. Im 2007 kam mit Hilfe der UNO ein Friedensvertrag zustande, mit einer Interimsregierung. UNO-Schutztruppen sind immer noch im Land stationiert. Das ganze Land wartet zurzeit auf Wahlen.
Durch den Verzicht vieler Schokoladenhersteller in der Schweiz auf Elfenbein-Kakao ist der Import in die Schweiz zusammengebrochen. Im 2008 wurden in unserem Land nur noch 2‘105 Tonnen Kakao (Quelle: Chocosuisse) aus der Elfenbeinküste verarbeitet, d.h. weniger als 0.2% der Elfenbein-Ernte. Als Vergleich: von der gesamten Welternte gehen rund 1.2% in die Schweiz. Auf Grund der wirtschaftlichen und sozialen Bedeutung von Kakao für die Elfenbeinküste ist deshalb ein Boykott aus unserer Sicht kein sinnvoller Weg. Im Gegenteil, wir wollen den Direktbezug aus der Elfenbeinküste über Kooperativen erhöhen, so dass der bessere Preis den Kakaobauern direkt zugute kommt.
Bio/Fairtrade
Im Übrigen bieten wir in unserem Gesamtsortiment bereits Schokoladenprodukte mit den beiden Gütesiegeln Bio und Max Havelaar an. Wir haben dieses Angebot im letzten Jahr auf 5 Tafeln Bio/Max Havelaar erhöht. Neben Schokoladetafeln im Standardsortiment hatten wir in den vergangenen Jahren auch immer wieder Versuche im Saisonsortiment (Ostern und Weihnachten) unternommen, leider mit sehr bescheidenem Verkaufserfolg.
Soziales Engagement
Wir sind sehr bestrebt, nur nachhaltig produzierte Rohstoffe einzusetzen. Die Ausbeutung von Kindern tolerieren wir in keiner Art und Weise. Wir begrüssen deshalb im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit alle Massnahmen, welche in den Produktionsgebieten die eigenverantwortlich organisierten kleinbäuerlichen und genossenschaftlichen Strukturen fördern. Im Rahmen unserer „Corporate Social Responsiblity“ (CSR) sehen wir einen der Schwerpunkte in der Aus- und Weiterbildung von Kindern und Jugendlichen in den Kakaoanbaugebieten, vor allem in Westafrika. Zwei Stossrichtungen sind uns dabei wichtig:
· Durch den Direktbezug von Kakao über Kooperativen fliesst Geld direkt zurück ins Land, welches für Schulen, Ausbildung von Bauern, aber auch für die medizinische Versorgung eingesetzt werden kann. Konkret: Linderung der vorherrschenden Armut.
· Direktes Engagement im Rahmen von Projekten. Wichtig ist uns hier, mit einem Hilfswerk zusammenzuarbeiten, welches sowohl die Initiative anstösst wie auch den Betrieb verantwortet. Viele Projekte in Afrika sind letztlich an den zu unterschiedlichen kulturellen Vorstellungen gescheitert. Wir haben uns für die Unterstützung von SOS Kinderdorf entschieden und werden unser Engagement für das Chocolat Frey Haus in Asiakwa/Ghana weiterhin aufrechterhalten, wie auch weitere Projekte prüfen.
Ein weiterer wichtiger Eckpfeiler unserer sozialen Verantwortung bildet die Verpflichtung unserer Lieferanten, den BSCI Code of Conduct (http://www.bsci-eu.com/) zu unterschreiben und einzuhalten, denn zur Herstellung von Schokoladen ist ja auch eine Vielzahl weiterer Zutaten (Milch, Zucker, Zusatzstoffe, etc.) sowie Packmaterial notwendig. Mit der BSCI (Business Social Compliance Initiative) verfügen wir über einen standardisierten, international anerkannten Prozess zur Sicherstellung einer sozialverträglichen Produktion.
Daneben befassen wir uns im Rahmen von CHOCOSUISSE, Verband Schweizerischer Schokoladefabrikanten, und der World Ccoa Foundation, deren Mitglied wir auch sind, seit einigen Jahren intensiv mit den sozialen Aspekten des Kakaoanbaus in Westafrika. Hier wurden ebenfalls verschiedene Initiativen ins Leben gerufen, die die Verhältnisse nachhaltig verbessern werden. Informationen darüber finden Sie unter www.chocosuisse.ch. Weitergehende Informationen zum Thema sind unter www.cocoainitiative.org und www.worldcocoafoundation.org abrufbar.
Wir sind uns bewusst, dass das bisher Erreichte nur ein Etappenziel darstellt und noch viele weitere Hürden genommen werden müssen. Chocolat Frey AG wird ihre Verantwortung aber weiterhin wahrnehmen und die Bemühungen hinsichtlich einer nachhaltigen Versorgungskette auf allen Ebenen fortsetzen. Einen starken Fokus legen wir dabei auf die Nachhaltigkeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette - dies fängt bei den Rohstoffen an, bezieht die Packmaterialien, die Transportkette, die Herstellung und den Vertrieb mit ein. Insbesondere beim Transport und der Herstellung messen wir auch den Umweltthemen einen hohen Stellenwert bei.
Beste Grüsse
Dein M-Infoline Team

Barry Callebaut bezieht Kakao von Plantagen, wo Kinder versklavt werden...http://www.youtube.com/watch?v=SD6KilMuyKY

Hallo pemko
Im M-Budget Sortiment führen wir keine schwarze Schokolade. Deine Anregung leiten wir gerne der Fachstelle weiter.
Als Alternative empfehlen wir die M-Classic Crémant. Du findest sie auch hier auf Migipedia.
Viel Spass beim Ausprobieren!
Beste Grüsse
Dein M-Infoline Team

kenne die cremant ist eine wirklich gute schokolade.. :)

probiers mal im denner, hat günstige schwarze schoggi ...
schwarze schoggi ist halt teurer wegen dem höheren kakao-anteil ...

Hmm hab ich noch nie gesehen garnicht gwußt dass die gibt
Hallo Gast
Kannst du dein Anliegen spezifizieren? Was genau empfindest du als schlechter?
Damit die Fachstelle der Sache nachgehen kann, benötigen wir noch die M-Data's sowie die LOT-Nummer.
Beste Grüsse
Dein M-Infoline Team
Hallo Gast
Wir bestätigen dir, dass die Rezeptur nicht verändert wurde und dass das lediglich die das Verpackungsdesign anders ist. Bei Schokolade handelt es sich um ein Produkt, das aus Rohmaterialien, Kakaobohnen, Milchpulver etc. hergestelllt wird, die natürlichen Schwankungen unterliegen. Der von dir bemerkte Unterschied kann einerseits davon herführen, andererseits kann sich der Geschmack des Produktes auch während der Lagerung verändern.
Beste Grüsse
Dein M-Infoline Team
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